51. Internationales Schwimmfest des DSW 1912 e.V. vom 4.7.-6.7.2014

07/07/2014

Das Internationale Schwimmfest des DSW Darmstadt startete am Freitag die 51. Auflage – an drei Tagen gab es rund 1700 Starts von internationalen und nationalen Leistungsschwimmern.

Über 360 Aktive aus zwölf Nationen hatten sich für die Traditionsveranstaltung angemeldet. Trotz dunkler Wolken am Himmel begannen die Wettbewerbe im DSW-Bad im Bürgerpark Nord bei besten äußeren Bedingungen. Bürgermeister Rafael Reißer begrüßte die Sportler und eröffnete die Veranstaltung.

Einen besonderen Dank gilt an dieser Stelle allen Helfern und Kampfrichtern sowie den internationalen und nationalen Schwimmern, die eine solche Veranstaltung ermöglichen und mit Leben erfüllen.

Bei den ersten Entscheidungen des 51. Internationalen Schwimmfestes des DSW Darmstadt stand am Freitagabend gleich eine Lokalmatadorin im Blickpunkt. Hoffnungsträgerin Reva Foos gewann die 400 Meter Freistil. In einem überlegenen Rennen zeigte die Zwanzigjährige Stabilität, die sie in den vergangenen Monaten Zug um Zug aufgebaut hatte. Sie gewann in 4:19,40 Minuten vor Antonia Baerens (TSV Hohenbrunn/4:23,92) und ließ auch für die kommenden Freistil-Entscheidungen auf Heimsiege hoffen. Bei den Männern gewann Tudor Puszet (London SC) in 4:12,27 Minuten. Über 400 m Lagen überzeugte Emily Siebrecht (TSV Hohenbrunn) als Siegerin in 4:74,11, während bei den Männern der litauische Junior Rokas Juozelskis (4:54,35) nicht zu schlagen war.Deren Aufmerksamkeit galt am Abend, als neben den vier Entscheidungen auf langer Strecke noch Sprint-Vorläufe und -Halbfinals anstanden, auch noch einem Fernseher im Festzelt, wo das Fußballspiel Deutschland – Frankreich (1:0) übertragen wurde. Ein allerdings kleiner Bildschirm, weil auf der großen Leinwand wegen der Helligkeit so gut wie nichts zu erkennen war. Auch das noch verbesserungswürdig, um international zu bestehen. Das Schwimmfest wird am Samstag um 10.30 Uhr mit Vorläufen fortgesetzt. Die Finals folgen ab 17 Uhr. Um Sonntag beginnen die Vorläufe um 9.30 Uhr, die Finals um 16 Uhr.

Vielfalt bei Leistungen und Wetter an den Wettkampftagen
Schwimmen – DSW Darmstadt feiert beim 51. „Internationalen“ eine starke Bilanz – Prominenz im Bad macht Mut

Das 51. Internationale Schwimmfest des DSW Darmstadt lieferte am Wochenende eine bunte Mischung. Das Leistungsniveau war zwar nicht so hoch wie in den Vorjahren, aber rund 360 Aktive aus zwölf Nationen bewegten ein breites Spektrum vom Nachwuchswettbewerb bis zum EM-Test.

Da war irgendwie alles dabei. Wie das wechselhafte Wetter lieferte das 51. Internationale Schwimmfest des DSW Darmstadt am Wochenende vor allem Vielfalt. Neben sonnig-warmen Phasen gab es auch verregnete Abschnitte mit dunklen Gewitterwolken am Horizont und auffrischendem Wind. Am Ende prägten sich aber sowohl meteorologisch wie sportlich eher die Glanzpunkte ein. Die Mischung entwickelte ihren altbekannten Reiz mit regionalem wie auch internationalem Flair – trotz der fehlenden deutschen Asse, die parallel in Vichy (Frankreich) einen EM-Test bestritten.Ausgerechnet, als sich der Himmel am Sonntagnachmittag wieder eintrübte und einige Regentropfen fielen, schien der Besuch von Hessens Innenminister Peter Beuth für die Gastgeber wieder alles zum Guten zu wenden. Das könnte sogar doppelte Bedeutung gewinnen: Wenn der für Sport zuständige Minister ein ähnlich glückliches Händchen bei möglichen Fördermaßnahmen für den Neubau des angrenzenden Nordbades hat, wie bei den Siegerehrungen, dann dürfte den von Stadt und Verein erhofften Zuschüssen des Landes kaum etwas entgegenstehen.

Reva Foos schwimmt zu fünf Einzelsiegen und Jan Fährmann feierte beim Schwimmfest des DSW Darmstadt mehrere Erfolge.

Kaum stand der hessische Innenminister Peter Beuth für Ehrungen parat, gab es den einzigen Meetingrekord: Die Isländerin Hrafnhildur Luthersdottir verbesserte über 200 Meter Brust die Marke von Sonja Schöber (SG Dortmund) aus dem Jahr 2008 um fast zwei Sekunden auf 2:29,68 Minuten und baute damit ihre imposante Siegesserie aus. Wie schon im Vorjahr gingen alle drei Bruststrecken an sie, dazu gewann die EM-Kandidatin die 200 Meter Lagen.Hr. Minister Beuth konnte zudem bei seinem Besuch im DSW-Bad, der von viel Prominenz aus Stadt, Verband und Verein begleitet wurde, auch gleich zwei Darmstädter Hoffnungsträgern Gold umhängen. Reva Foos gewann just zuvor die spannenden 100 Meter Freistil. Sieg Nummer fünf, nachdem sie schon die 200 m Schmetterling sowie 800, 400 und 200 m Freistil für sich entschieden hatte. Letztere sogar in neuer Bestzeit (2:02,20). „Step by Step“ steigert sich die Zwanzigjährige in die deutsche Spitze.Jan Fährmann gewann zum Abschluss 100 m Brust und wurde schließlich – wie die Isländerin Luthersdottir bei den Frauen – zu seiner eigenen Überraschung für die punktbeste Leistung der dreitägigen Veranstaltung bei den Männern geehrt. 29,15 Sekunden im Vorlauf über 50 m Brust waren die Extraprämie wert. Zum Sieg reichte es für ihn allerdings nur über die doppelte Strecke, während er in den Finals über 50 und 200 m jeweils Rang zwei belegte. „Das war eine harte Kiste“, freute sich der Chemiestudent, der im Vorjahr aus Meppen zum DSW wechselte und seitdem große Leistungssprünge bewältigte. Bessere Trainingsbedingungen und ein besonderer Trainingspartner wirken sich aus: „Das ich mit Marco trainieren darf, das ist ein Hammer“, freute sich Fährmann.Im Feld von etwa 360 Aktiven aus zwölf Nationen behaupteten sich noch weitere Darmstädter Aktive auf vorderen Rängen. Chantal Noe als Zweite über 50 und 100 m sowie Dritte über 200 m Brust. Dass die 16-Jährige dabei jeweils gegen Siegerin Luthersdottir den Kürzeren zog, fand sie eher motivierend als frustrierend.„Schön, dass ich neben so jemanden schwimmen darf“, befand sie. In die Medaillenränge der offenen Klasse schafften es auch Lukas Löwel, Claudius Bartel, Khaled Shafik und Lea Lücke vom DSW sowie Valentin Schultz von der TSG 46 Darmstadt – sicher auch, weil die internationale Konkurrenz in einigen Disziplinen schwächelte.Den Merck-Super-Pokal (beste Mannschaft in den Finalläufen) und den Pokal des Hessischen Innenministeriums (beste Nachwuchsmannschaft) gewann jeweils der London SC, der mit 48 Aktiven gemeldet war.

Bild mit dem hessischen Innenminister Peter Beuth beim Internationalen Schwimmfest



 Von Links nach Rechts:



 Waldemar Metzler (DSW 1912 e.V.), Dr Werner Freitag (HSV), Rafael Reißer (Bürgermeister Wissenschaftsstadt Darmstadt), Peter Beuth, Dr. Rolf Müller LSBH) Thomas Kipp (DSW 1912 e.V.), N.N. HSV, Thortsen Rasch (Ltr. Sportamt Wissenschaftsstadt Darmstadt)” src=”https://schwimmen.dsw-1912.de/wp-content/uploads/2025/11/img_2783-800×600.jpg”></p>
<p>Auf dem Bild von Links nach Rechts:</p>
<p>Waldemar Metzler (DSW 1912 e.V.), Dr Werner Freitag (HSV), Rafael Reißer (Bürgermeister Wissenschaftsstadt Darmstadt),  Peter Beuth (Hessischer Minister des Innern und für Sport), Dr. Rolf Müller LSBH) Thomas Kipp (DSW 1912 e.V.), N.N. HSV, Thorsten Rasch (Ltr. Sportamt Wissenschaftsstadt Darmstadt).</p>
<h2><span style=Stimmen zur Veranstaltung:

„Es war gut, dass wir da waren“

Provinzialität und Weltläufigkeit – die Mischung beim Darmstädter Schwimmfest macht für Klaus Jürgen Ohk allemal Sinn. „Wir können hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, unterstreicht der deutsche Trainer der isländischen Mannschaft von Sundfelag Hafnarfjardar den Wert des DSW-Schwimmfests. Er könne sowohl seine Besten, die bei der EM in Berlin dabei sein werden, als auch seine Vereinsschwimmer sinnvoll testen. Der Start in Darmstadt habe gerade auch Führungsfigur Luthersdottir im Vorjahr schon Glück gebracht. „Es war gut, dass wir da waren“, bilanziert Ohk die damalige Vorbereitung, die schließlich bei der WM 2013 Barcelona bis ins Halbfinale führte. Premiere. Nun soll Darmstadt für die EM im August die Grundlage bilden. Dort zählt neben Brustspezialistin Luthersdottir auch Ingibjörg Kristin Jonsdottir zu den Hoffnungsträgerinnen, die Finalplatzierungen anstreben.Und hätte der Litauer Trainer Giedrius Martinionis noch seine beste Sportlerin unter den Fittichen, dann wäre im DSW-Bad eventuell eine waschechte Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Weltrekordlerin an den Start gegangen. Der erst 34 Jahre alte Coach, der in Darmstadt mit Litauens Junioren-Auswahl antrat, kann sich als erster Förderer von Ruta Meilutyte rühmen, die 2012 in London als 15-Jährige sensationell Gold über 100 m Brust gewann. Das Talent war freilich zwei Jahre zuvor ihrem Vater nach England gefolgt, wo sie ein Sportstipendium erhielt.Martinionis will nun die nächsten Olympia-Teilnehmer aufbauen. Er ist guter Dinge, dass in seinem vierköpfigen Junioren-Aufgebot (alle Jahrgang 1999), das per Billigflieger von Kaunas nach Hahn einflog und zwei Tage im Zelt im DSW-Bad übernachtete, neue Kandidaten reifen – auch wenn Rio 2016 zu früh komme. Erfahrung sammeln sei das Motto der Maßnahme in Darmstadt. Martinionis wollte, dass seine Talente die Orientierung in einem Freibad lernen und dazu die Erkenntnis spüren, „dass ein-, zweimal im Zelt schlafen, sich nicht auf die Leistung auswirken darf. Das stärkt für immer“, beschreibt der Coach die erhofften Effekte. „Sie genießen es“, sagt Martinionis über die Schwimmer, die sich in Darmstadt wohlfühlten, auch wenn das Schwimmfest „nicht mehr so populär“ sei, wie vor zehn Jahren.Der Kampf um den Status bewegt die Organisatoren vom DSW. Womöglich soll ein früherer Termin helfen. „Wenn man sieht, wer alles hier war“, so DSW-Vorsitzender Thomas Kipp, könne man doch optimistisch in die Zukunft sehen.

Quelle: Echo Online

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