Winterschwimmfest des TV Wetzlar “Road to DJM” 2025
29/12/2025

DSW12 Jahresabschluss mit Messsucher – Gelb/Rote Karte in Wetzlar
Zum letzten Wettkampf des Jahres verschlug es uns vom 19. bis 21. Dezember nach Wetzlar – jener Stadt, die man weltweit eher mit Messsucherkameras der Spitzenklasse verbindet als mit spritzendem Wasser und schnellen Zeiten. Doch Wetzlar bot uns nicht nur Optik vom Feinsten, sondern auch einen ersten echten Vorgeschmack auf
das neue Wettkampfformat „Road to DJM“
Die sportliche Leitung hatte im Vorfeld übrigens durchaus detektivische Fähigkeiten beweisen müssen. Nachdem Köln uns leider seine berühmte Schokoladenmuseum-Seite nicht zeigen wollte und uns kurzerhand – passend zur Jahreszeit – eiskalt ausgeladen hatte, hieß es: Alles auf Anfang. Neues Anmeldeprozedere, neue Planung, neue
Nerven. Aber was macht man nicht alles in der Vorweihnachtszeit, wenn man sonst ja ohnehin nichts vorhat.
Die Wetzlarer selbst entpuppten sich als harte Sparringspartner. Erste Stufe der „Road to DJM“: eine Reduktion in den jüngeren Jahrgängen. Ein Muster, das uns in diesem Premierenjahr wohl noch öfter begegnen wird. Stufe zwei ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten: Nur eine streng ausgewählte Anzahl an Betreuern durfte mit an den
Beckenrand. Der Rest durfte im Bistro mit plattgedrückten Nasen an der Glaswand mentale Unterstützung leisten.
Die Athletinnen und Athleten wiederum konnten direkt schon einmal ihre Eigenständigkeit ohne Eltern trainieren – auch eine Form von Entwicklung.
Sportlich begann das Wochenende klassisch: Freitagabend die obligatorischen langen Strecken, die traditionell bei so jungen Athleten eher den Charakter von Charaktertests haben. Am Samstag ging es dann richtig los. Die Umstellung auf die lange 50-Meter-Bahn schmeckte nicht allen gleich gut – einige mussten noch verdauen, andere
nutzten die Gelegenheit für ein paar hübsche Personal Bests. So unterschiedlich kann Wahrnehmung sein.
Das Trainer- und Betreuerteam hielt die Stimmung im Innenraum des Beckens über alle Abschnitte hinweg hoch – auch am langen Sonntag. Immer wieder wanderte dabei ein Auge zur Teamwertung. Und dort zeigte sich schnell:
Der DSW12 präsentierte sich geschlossen, stark und erstaunlich hartnäckig an der Spitze – vor klangvollen Namen wie Wetzlar, Frankfurt und Wiesbaden. Und wie es sich für Teamwertungen gehört, ließ sich der DSW das Ding am Sonntag eigentlich nicht mehr nehmen. Eigentlich.
Denn fast hätte es noch einen kleinen Nebenschauplatz gegeben: Ein deutlich DSW12 gebrandetes Elternteil versuchte im Eifer des Gefechts offenbar, sich in den Innenraum zu schmuggeln. Hausherr Uwe Hermann ahndete diesen kreativen Vorstoß nahezu in Echtzeit mit einer gelb-roten Karte. Autsch.
Stadionatmosphäre im Schwimmbad. Ich hätte da gerne den Videobeweis. Kleiner Tip vom Profi: bei so Aktionen bitte das T-Shirt von Wiesbaden tragen.
Am Ende stand jedoch ein souveräner Sieg in der Teamwertung, dazu einige starke Einzelergebnisse – ein rundum gelungener Jahresabschluss. Jetzt heißt es erst einmal: Kerzen, Kekse, Böller – Feuer frei. Erholt euch, bringt euch bitte nicht beim Skifahren um, und dann sehen wir uns im Januar wieder.
Denn eines ist klar: In Ratisbona geht‘s rund.
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