Saisonauftakt mit Ansage: DSW12-Schwimmer zeigen, wo sie stehen
07/09/2026

Die ersten Wettkämpfe einer neuen Saison sind immer ein bisschen wie der erste Blick auf den Tacho nach einer langen Trainingsphase. Man weiß, was man investiert hat – aber erst im Wettkampf zeigt sich, was davon schon auf der Strecke angekommen ist.
Für die Schwimmerinnen und Schwimmer des DSW12 Darmstadt fiel diese erste Standortbestimmung erfreulich aus. Beim Saisonauftakt in Wiesbaden (Veranstalter der SSC Bingen, danke!) gab es starke Zeiten, Finalteilnahmen und mehrere Siege in den Jahrgangswertungen. Vor allem aber zeigte sich: Die Trainingsarbeit der vergangenen Wochen trägt.
Cheftrainerin Constanze Jäger konnte das Geschehen entsprechend entspannt beobachten. Ihr Fazit fiel knapp aus: „Alles nach Plan.“
Ein Ausrufezeichen setzte Jan Landzettel. Der 19-Jährige schwamm über 100 Meter Rücken 57,06 Sekunden und sicherte sich damit Platz zwei. Auch über 100 Meter Freistil schaffte er es in 52,16 Sekunden als Dritter aufs Podest. Über 50 Meter Rücken qualifizierte er sich zudem für das Knockout-Finale – ein Format, bei dem nicht nur die Zeit, sondern auch Nerven und Reaktionsvermögen gefragt sind.
Bei den Frauen überzeugte Maja-Melina Volz über 100 Meter Rücken. Mit 1:06,21 Minuten wurde sie Dritte im Finale und bestätigte damit ebenfalls ihre gute Frühform.
Dass der DSW12 nicht nur von seinen älteren Leistungsträgern lebt, zeigte sich im Nachwuchs. Fabio Lanucara gewann die 100 Meter Brust seines Jahrgangs in starken 1:08,13 Minuten und zog ins offene Finale ein. Bei den jüngeren Jahrgängen holten Tom Landzettel, Mika Gassner und Simon Jeon jeweils Siege über 100 Meter Brust. Tom Landzettel setzte sich dabei in 1:13,67 Minuten durch, Gassner schlug nach 1:20,46 an, Jeon nach 1:20,83.
Auch Miia Bartash machte auf sich aufmerksam. Über 50 Meter Schmetterling erreichte sie das Knockout-Finale und belegte dort mit 31,99 Sekunden den fünften Platz.
Für das Trainerteam sind solche Ergebnisse zu diesem Zeitpunkt der Saison vor allem eines: Daten. Wo steht die Mannschaft? Welche Trainingsinhalte greifen bereits? Wo fehlt noch die letzte Spritzigkeit? Und bei wem zeichnet sich vielleicht schon jetzt der nächste Entwicklungsschritt ab?
Die Antworten darauf sind wichtiger als ein früher Blick auf Medaillenspiegel oder Bestzeiten. Denn die Saison ist noch lang. Der Wettkampf in Wiesbaden war deshalb weniger Ziel als Zwischenstation – der erste echte Test nach den ersten Wochen der neuen Saison.
Und der hat beim DSW12 offenbar genau das gezeigt, was man sich davon versprochen hatte:
Die Stimmung im Team stimmt.
Die sportliche Richtung stimmt.
Fotos M. Schreiber / Text M. Ocklenburg
Stand: 06.09.2026 – 14:00 Uhr
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